„Gehst du in die Jura- oder die Germanistikvorlesung?“ Das ist keine Frage, die man üblicherweise an Beruflichen Schulen hört. Doch im November haben die Schülerinnen und Schüler der Robert-Gerwig-Schule in Singen bei den Hochschul- und Berufsinformationstagen, kurz HOBIT, die berühmte Qual der Wahl. Wie im richtigen Leben. Denn auch da stellt sich für die angehenden Abiturienten am Wirtschaftsgymnasium der Schule die Frage, was sie mit ihrer allgemeinen Hochschulreife, die sie demnächst in der Tasche haben, machen wollen. Eine Ausbildung, ein Studium an einer Universität? Oder doch lieber zur Berufsakademie gehen? „Wir wollen unsere Schülerinnen und Schüler umfassend über die Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten in der Region informieren, ihnen helfen, für sich das Richtige zu wählen. Und das nicht nur theoretisch sondern ganz praktisch“, umreißt HOBIT-Projektleiterin Katalin Polgar die Ziele des aufwändigen, aber sehr erfolgreichen Projekts, bei dessen Planung und Steuerung sie von ihren Kolleginnen vom Qualitätsteam der Schule, Claudia Berberich-Klaus und Mascha Schwerdt-Schneller tatkräftig unterstützt wird.
Zur zweitägigen Veranstaltung kommen an die Robert-Gerwig-Schule nicht nur Firmen aus der Region, um ihre Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten zu präsentieren, sondern auch Studenten und Uniprofessoren. Bei der Veranstaltung „Rent a Prof“, bei der Uniprofessoren an der Schule eine Gastvorlesung halten, bekommen die Schülerinnen und Schüler des Wirtschaftsgymnasiums und des Berufskollegs einen Eindruck, wie Vorlesungen im Grundstudium ablaufen. „Das war sehr interessant. Und ganz schön anstrengend. Das Thema war sehr spannend, aber das Niveau schon recht hoch“, erinnert sich Thibaut Bach an seine erste „Probevorlesung“.
Am zweiten Tag haben dann die „Studienbotschafter“ ihren Einsatz. Das sind Studenten, die vor jeweils 20 Schülerinnen und Schüler ihren Studiengang präsentieren und dann für alle Fragen rund ums Studieren zur Verfügung stehen. „Unsere Feedbackrunde nach den ersten HOBIT-Tagen hat gezeigt, dass besonders dieser Teil sehr gut ankommt“, fasst Katalin Polgar eines der Ergebnisse der Umfrage zusammen. Diese wird im Rahmen des Qualitätsmanagements der Schule nach den HOBIT-Tagen aufbereitet und in die Planung für das nächste Jahr mit einbezogen. So werden die Vorträge der Studienbotschafter und auch die Probevorlesungen noch erweitert, denn die Schülerinnen und Schüler wünschten, so Ulrike Häußer vom HOBIT-Team, dass noch mehr Studienfächer vorgestellt werden.
Neben den Informationen zu den Studien- und Berufsmöglichkeiten haben die angehenden Abiturienten auch viele Informationen über die Organisation eines Studiums, über Finanzierungsmöglichkeiten, die Leistungsbeurteilung oder Auslandsaufenthalte erfahren, denn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Studienberatung der Universität Konstanz haben mit einem Einführungsvortrag am ersten Tag umfassend zu allen Fragen rund ums Studium informiert.
Nach den beiden HOBIT-Tagen sind die Robert-Gerwig-Schüler nun bestens für den Schülerinfotag der baden-württembergischen Hochschulen gerüstet, den sie zwei Wochen danach besuchen werden. Und Thibaut Bach weiß genau, zu welchem Studienfach er sich weitere Infos vor Ort holen will: „Die Gespräche mit den Studierenden waren für mich sehr wichtig. Da bekommt man einen guten und realistischen Eindruck, worauf es bei einem Studium ankommt. Ich bin nun ganz sicher, dass ich erst eine Lehre machen und dann Wirtschaftsingenieurwesen studieren will.“
Und Katalin Polgar und ihre Kollegin Ulrike Häußer feilen schon wieder am Konzept der nächsten HOBIT-Tage, die sie noch um eine individuelle Studienberatung im Haus und einen Beitrag der Agentur für Arbeit aus Konstanz ergänzen wollen. Auf dass noch mehr Robert-Gerwig-Abiturienten mit ihrem Abiturzeugnis in der Tasche sofort zielsicher ihren Traumberuf ansteuern können.
Zitate zu HOBIT:
„Die HOBIT-Tage haben mir sehr weitergeholfen. Vor allem die vielen Stande der Firmen, mit deren Vertretern man über die jeweiligen Berufe sprechen konnte.“
Kathrin Eichkorn, Schülerin am Wirtschaftsgymnasium der Robert-Gerwig-Schule Singen
„Mir ist in der Jura-Vorlesung klar geworden, dass das das Richtige für mich ist.“
Luana D’Agosto, Schülerin am Wirtschaftsgymnasium der Robert-Gerwig-Schule Singen
„Das waren Informationen zum Studium aus erster Hand.“
Maximilian Jeckl, Schüler am Wirtschaftsgymnasium der Roberg-Gerwig-Schule Singen
„Die Module mit den Studenten fand ich sehr gut, allem meine Fragen wurden beantwortet.“
Miriam Enzner, Schülerin am Wirtschaftsgymnasium der Robert-Gerwig-Schule Singen






