Robert-Gerwig-Schule, Singen
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Studienfahrt Madrid 2004
Reisebericht
Auf den Spuren von Goya, Don Quijote, Felipe und Letizia

Im winterlichen Morgengrauen eines Sonntags im Februar dieses Jahres machten sich 14 Spanischschülerinnen des Wirtschaftsgymnasiums der Jahrgangsstufe 12, derRobert-Gerwig-Schule, Singen, mit ihren Lehrerinnen, Frau Schönenberger und FrauSchlatter, auf die Reise in die Hauptstadt des Landes, in dem unter den Habsburgerndie Sonne nicht unterging: Madrid. Für manch einen war dies überhaupt die erste Reiseim Flugzeug in eine ausländische Großstadt, und wir stellten fest, dass das Fliegen einfacher war als das Auffinden des Gleises N° 6 am Singener Bahnhof.

In Madrid gab es natürlich viel zu sehen und zu erleben. Wir waren in einemJugendzentrum weit im Norden Madrids untergebracht, wo uns stets freundliche undhilfsbereite spanische Lehrer und Sozialarbeiter vor Ort betreuten. Sie führten unsdurch das Madrid der Habsburger, der Bourbonen und in berühmte Museen wie den„ Prado" und das „Princesa Sofia', wo sie uns in der Landessprache herrliche Gemälde,Paläste, Kirchen und Plätze zeigten und erklärten. Beeindruckend waren die Ausflüge indie Umgebung Madrids: in das Kloster „EI Escorial", San i.orenzo, nach Toledo, der früheren Hauptstadt Spaniens, und nach Alcalá de Henares, wo wir das Geburtshaus von Miguel de Cervantes besichtigten, der im 16. Jahrhundert das wohl berühmteste Spanisches Werk, den „Don Quijote", verfasste. Interessiert besichtigten wir auch die Almudena-Kathedrale, in der Letizia Ortiz und Felipe de Borbön im Mai 2004 getraut werden sollen, sowie den Königspalast, wo die anschließenden königlichen Hochzeitsfeierlichkeiten stattfinden werden.

Trotz des intensiven Programms kam das Nachtleben Madrids nicht ganz zu kurz. Als wir am letzten Abend in einer typischen Tapa-Bar mit einem pensioniertenLehrerehepaar aus Köln ins Gespräch kamen, die 1954 in Madrid an der DeutschenSchule unterrichtet hatten, fragten diese die Schülerinnen: „Was habt ihr denn allesgesehen?", Die prompte Antwort lautete: „Alles!"

Nach einem Sonntagsfrühstück im Madrider Sonnenschein kehrten wir pünktlich undzufrieden ob der neuen Eindrücke in das stürmische und winterliche Deutschland zurück.

Rosa Schlatter