| Säuberung des Landesgartenschau-Geländes |
Nach Absprache mit Herrn Kopuschinski, Angestellter der Stadt
Singen, Bereich Straßenreinigung und zuständig für das LaGa-Gelände,
trafen wir uns am Donnerstag, den 24. Juni 2004 um 13.30 Uhr vor dem Seiteneingang
des Rathauses.
Als unsere Klasse WG11/2 der Robert-Gerwig-Schule um 13.20 Uhr mit unserer Lehrerin Frau Raif und ihren zwei Kindern ankamen, stand Herr Kopuschinski schon da: „Auf, auf jetzt, wir wollen doch keine Zeit verlieren und heute noch fertig werden!“ Er drückte jedem, auch unserer Lehrerin Frau Raif eine Aufhebzange und jedem zweiten einen leeren Müllsack in die Hand. „So, um 16.30 Uhr komme ich wieder und dann hoffe ich, daß eure Müllsäcke voll sind. Lauft mir ja nicht über die Blumen und bleibt von der Hauptstraße weg, daß ist dort zu gefährlich!...Also bis dann!“ ... Und weg war er!
Ziemlich demotiviert und überrumpelt standen wir da. Dann liefen wir alle zusammen in die gleiche Richtung los. Keiner von uns verließ den Weg. Als wir nach 30 Meter immer noch nichts gefunden hatten, hatten wir keine Lust mehr. Frau Raif teilte uns dann in zweier und dreier Gruppen ein und meinte wir dürften sehr wohl über den Rasen, aber halt nicht auf die Blumen und wir müßten uns mehr verteilen. Gesagt, getan, doch leider waren wir trotzdem nicht viel erfolgreicher: Hier und da mal ein Kaugummipapier, jede Menge Zigarettenkippen und ab und zu auch mal eine Verpackung einer Süßigkeit. Wie sollten wir nur unsere Säcke füllen?! ...
Da erklang der Ruf: „W I R haben ein altes, verrostetes Fahrrad gefunden.“ Nun wurden wir vom Jagdfieber gepackt. Es lagen also doch Gegenstände hier rum, wir mußten nur die Augen öffnen. Da das Fahrrad direkt am Ufer der Aach gefunden wurde, fanden wir uns nach und nach wieder fast alle an der Aach ein. Und da waren wir erfolgreich: alte Tüten, Verpackungen von Süßwaren, sonstige Verpackungen und sogar eine Waschmittel-verpackung, zudem noch ein altes Kinderfahrrad ohne Räder und ... und ... und!
Als wir kurz vor 16.30 Uhr Richtung Rathaus liefen waren die meisten Müllsäcke mindestens zu zwei Dritteln gefüllt und wir trugen noch die zwei alten Fahrräder! Stolz zeigten wir unsere Funde Herrn Kopuschinski und der war nun wirklich erstaunt! Er verriet uns im nachhinein, daß das LaGa-Gelände mindestens ein Mal in der Woche gereinigt wird, weil es das Aushängeschild der Stadt Singen wäre. (Kein Wunder fanden wir auf den offiziellen Wegen fast keinen Müll!) Er meinte, wir hätten unsere Arbeit wirklich engagiert und vorbildlich gemacht, weil wir uns sogar bis ans Aachufer getraut hätten!
Nächstes Jahr würde er uns gerne im Industriegebiet einsetzten und da verspricht er uns, daß jeder von uns ohne Probleme mindestens einen Müllsack voll bekommt. Mal sehen, ob wir so etwas wieder machen. Nach all unseren Startschwierigkeiten war es eigentlich trotzdem ein ziemlich lustiger und vor allem erfahrungsreicher Nachmittag.
Danke an die Sparkasse Singen-Radolfzell, die uns für diese Putzaktion einen Betrag von 300 Euro gibt, den wir zur Finanzierung unserer Klassenfahrt verwenden werden.



